Eine Richtigstellung in den Marginalien

September 2017
»In der DDR-Diktatur (…) stagnierte die Typografie«? – Eine Richtigstellung
Beitrag im 226. Heft der Marginalien

Im 226. Heft der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, findet sich auch ein Beitrag von mir. Er trägt den Titel »In der DDR-Diktatur (…) stagnierte die Typografie«? – Eine Richtigstellung und widerlegt anhand diverser Beispiele den Eindruck, in der DDR habe es keine ausgeprägte typografische Entwicklung gegeben.
Der Beitrag ist aus meiner Master-Abschlussarbeit Die Kunst des Alltags – Grafikdesign in der DDR hervorgegangen, für die ich auch mit namhaften Grafikern und Grafikerinnen, die in der DDR tätig waren, Interviews geführt habe.

Die Marginalien werden herausgegeben von der Pirckheimer-Gesellschaft. Gegründet 1956 unter dem Dach des Kulturbundes der DDR ist sie jahrzehntelang die größte bibliophile Gesellschaft im deutschsprachigen Raum. Die Gestaltung des Heftes übernahm Matthias Gubig.

Hier findet sich eine Leseprobe meines Beitrags.
Und hier kann die Marginalien-Ausgabe bestellt werden.

 


Lettering – Vom Zeichnen, Malen und Kratzen von Schrift

23. und 24. September 2017
6. Walbaum-Wochenende in der Pavillon-Presse Weimar
zum Thema Lettering

Im Zeitalter der getippten Texte erlebt die Kunst der geschriebenen und gezeichneten Schrift gerade eine Renaissance. Zum 6. Walbaum-Wochenende in der Pavillon-Presse luden wir Lettering-Künstler und Kalligrafen aus dem deutschsprachigen Raum ein, die in Vorträgen einen Einblick in ihr Handwerk gaben.

Ich gab eine Einführung in das Thema Lettering und zeigte auf, dass sowohl Feder, Schnitzbeitel als auch Spraydose und Tätowiernadel dabei zum Einsatz kommen können. Hannah Meyer und Eric Jentzsch von der Weimarer Bürogemeinschaft Hüftstern stellte eigene Projekte aus dem Lettering-Bereich vor und erzählten vom Reiz analoger und digitaler Kombinationsmöglichkeiten. Die Schriftgestalterin Ulrike Rausch präsentierte ihre detailverliebten Script-Fonts mit ausgefeilten Open Type Features und appellierte an die Typografen diese auch zu nutzen. Die Kalligrafin und Lettering-Expertin Petra Beiße sprach über die Ausdruckskraft der unterschiedlichsten Schreibwerkzeuge und veranschaulichte am Beispiel eigener Handlettering-Projekte ihre Arbeitsweise vom ersten Entwurf bis zur Realisation. Am Sonntag zeigte sie anschließend den Teilnehmenden, wie man den Strich einer Spitzfeder zeichnerisch umsetzt und welchen Regeln Schnörkel in der Schrift folgen.


Vortrag über Typografie in der DDR

Vortrag am 29. Juni 2017 um 18:00 Uhr in Eisenhüttenstadt
Makrokosmos im Mikrokosmos – Schrift und Typografie in der DDR

Am Donnerstag, dem 29. Juni 2017 spreche ich im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt über Typografie als grundlegendes und zugleich ungemein vielfältiges Element von Alltagsdrucksachen in der DDR. Von der Antiqua über die Grotesk bis hin zu Fraktur und Rotunda: Der Um­gang mit Schrift war in der DDR breit gefächert und abwechslungsreich. Schrift wurde geschrieben, gezeichnet, gemalt, ge­setzt – sowie geschnitten und geklebt.

Im Vortrag unternehme ich einen visuellen Streifzug durch die Typografiegeschichte der DDR und stelle dabei namhafte Gestalter wie Klaus Witt­kugel, Werner Klemke, Albert Kapr, Axel Bertram oder Sonja und Gert Wunderlich mit ihren Arbeiten und Arbeits­weisen vor.

Mein Vortrag ist eingebettet in die neue Sonderausstellung Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und präsentiert Gestaltungen von Büchern, Zeitschriften und Schallplatten sowie von Produktverpackungen, Reklame­erzeugnissen und Plakaten – gebrauchsgrafische Arbeiten, die in ihrer massenhaften Verbreitung den visuellen Alltag der DDR prägten. Der Besuch ist kostenfrei.

Mehr Informationen

 

Von links oben nach rechts unten: Plakat von Klaus Wittkugel zum Film Das kalte Herz, VEB Progress-Filmvertrieb, 1950. Schreibmusterblatt von Axel Bertram für die DEWAG Betriebsberufsschule John Heartfield in Wandlitz Berlin, 1981/82. Plakat von Rudolf Grüttner zum Stück Faust, Staatsschauspiel Dresden, 1970. Plakat von Gert Wunderlich zur Internationalen Buchkunstausstellung (iba), 1971.


100 Titel nach 2001: Eine Buchreihe entsteht

2. Juni 2017
Works & Nights geht online!

Die Buchreihe Works & Nights ist eine Expedition für die lesenden und schreibenden Fächer. Der erste Band Theorie. 100 Bücher nach 2001 erscheint im Juli 2017. Er ist eine Bestandsaufnahme, ein Versprechen und ein Wagnis. Allerorten wird das Ende der Theorie deklariert, erzählt, diskutiert. Das Buch blickt nicht zurück, es lädt zu einer Erkundung von Gesellschaftsdiagnosen und Deutungskonflikten im 21. Jahrhundert. Ein einleitender Essay kartiert das Terrain: Wo liegen neue Akzente? Wo setzen gegenwärtige theoretische Bemühungen an? Die Reading List ist Einladung zur Lektüre und Kritik.

Die Internetseite wurde nun freigeschaltet und lädt ein, die Entstehung der neuen Buchreihe zu verfolgen und gibt die Möglichkeit, den ersten Band vorzubestellen.

Ich stehe den Herausgebenden bei der Gestaltung zur Seite und entwickelte das Erscheinungsbild des Projektes und der Buchreihe. Die Gestaltung und Umsetzung der Webseite übernahm Andreas Waldmann.

Zur Internetseite von Works & Nights
Works & Nights bei Facebook