Gestaltung als Haltung

Gestaltung als Haltung
Politische Positionen in der Typografie am Beispiel von Max Bill und Jan Tschichold

Die Typografen Jan Tschichold und Max Bill gelten als Wortführer der sogenannten Neuen Typografie, die in den 1920er Jahren mit Groteskschriften, asymmetrischen Schriftanordnungen, viel Weißraum und einer rationalen, exakten Gestaltung den Siegeszug gegen die traditionelle Typografie antrat.
Ihre Aufsätze gelten heute als Typografie-Klassiker und bilden die Grundlage für viele weitere gestalterische Entwicklungen. Dabei wird fast ausschließlich auf die formalen Aspekte der Gestaltungsansätze verwiesen. Beide machen jedoch in ihren Texten deutlich, dass es ihnen nie allein um eine neue Formensprache in der Typografie ging – Bill und Tschichold beteiligten sich vielmehr, in ihrem eigenen Arbeitsbereich, am progressiven Versuch, die Kultur zu verbessern.
Gestaltung als Haltung beschäftigt sich daher mit den gesellschaftspolitischen Aspekten in Bills und Tschicholds Werk und unternimmt den Versuch eines Vergleichs ihrer beiden – in vielen Punkten konträren – Positionen. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern sich die politische Programmatik in der Formensprache niederschlägt.

Autorschaft und Gestaltung
36 Seiten
18 x 28 cm
Mit schwarz-weißen Abbildungen
Digitaldruck
Fadenheftung
Klappenbroschur
2014